Sophie Mauve - Autorin

YA Romantasy / Coming of Age - Feuerfunken
Dark Hollywood Romance - Golden State of Mind
Urban Fantasy - Dragongirl: Kaltblütig
Kurzroman - #booktokqueen: Königin der dunklen Seiten

Leseprobe Dragongirl

 

Ich bekomme einen angriffslustigen Blick, den habe ich sonst nie. Ich stehe auf dem Tisch wie eine Mischung aus Superheldin und wildem Tier, während meine niedliche, platinblonde Nachbarin auf mich zumarschiert. Jetzt laut und deutlich ein Kinderlied singend und ihren Schläger auf die Hand klopfend. Sie holt aus und zerschlägt unsere Bierflaschen. Scherben splittern. Ich knie darin und stütze mich darin ab, sie fliegen mir auf allen Seiten um die Ohren. Reiben über meine Haut, im Gesicht, an den Handgelenken. Es macht mir nichts aus. Kein Kratzer, kein Blut. Eden staunt, bewegt anerkennend den Kopf. Ob sie weiß, dass ich sie erkenne unter ihrer weißen Maske? Noch ein Schlag, diesmal auf den Spiegel hinter mir. Noch mehr Glas. Wieder kein Kratzer. Ich blecke die Zähne. Jetzt bist du dran, Bitch.

Über meine Storys

 

Es sind Geschichten verschiedener Genres – die uns den zersplitterten Spiegel vorhalten 

  • Hauptsächlich Fantasy
  • Kein Spice, aber Spannung
  • Düster, emotional, mit Glitzer und Humor

Leseprobe Golden State of Mind

Seine Hand. Lag auf meiner Schulter. Ich spürte sogar seine Fingernägel.
»Sehr gut. Dann macht es dir sicher nichts aus, wenn ich sie kurz … entführe«, zischte Dorianth. Ein gehässiges Lächeln huschte über sein Gesicht. Sexy.

Das Mädchen umklammerte die Hand der Erbin noch fester. »Bitte nicht, nein, ich will nicht«, flüsterte sie immer wieder. Dorianth riss die beiden auseinander. Eigentlich nicht sexy, aber wir sind doch alle ein wenig gestört, wenn es um Bösewichte in der moralischen Grauzone geht. Er übergab das Mädchen einem Gangmitglied (dem Praktikanten) und sie wurde wimmernd abgeführt. Sie war echt gut für ihr Alter, stellte ich fest. Da trat Nick, oder Dorianth, wieder vor mich. Er dachte laut nach: »Dich habe ich wohl zu früh beim Geldabheben unterbrochen. Du hast noch nichts von Wert bei dir. Sonst würdest du irgendetwas krampfhaft vor mir verstecken.« Sein Grinsen wirkte jetzt etwas überzogen für die Szene. Da wurde bestimmt noch dran gefeilt.
»Ist aber letztlich auch egal«, fügte er entspannt hinzu, »du wärst so oder so mit leeren Händen nachhause gegangen. Falls du je wieder heimkommst. In welchem System wohnst du überhaupt? Ist es schön dort?«

Jetzt sollte die Erbin, die rein gar nicht zu Smalltalk über ihre Herkunft aufgelegt war, ihm vor die Füße spucken. Sollte ich nochmal prüfend zum Regisseur schauen, ob ich wirklich spucken musste? Nein, das würde die gesamte Szene zerstören. 
Drauf geschissen, ich zog es einfach durch. Ich spuckte dem Star der frühen Zweitausender, Nick Morgan, mit vollem Einsatz, laut und mit einem Schnauben vor die Füße. Er stolperte einen weiten Schritt zurück. Damit hatte er nicht gerechnet. Er musste lachen – und der Take wurde abgebrochen.

Über die Autorin

Ich mache Kunst aus Wörtern, stelle gerne Tropes auf den Kopf und blogge nebenbei.

Hier erfahrt ihr noch, was ich in meiner Zeit außerhalb des Schreibens unternehme und welche flauschigen Mitbewohner bei mir leben:

Leseprobe #booktokqueen

 

Die Dämonen strömten von der Bühne herunter in alle Richtungen. Ihre langen, schwarzen oder silber-blonden Haare wehten ihnen nach, manche davon viel zu nah an gemütlich flackernden Kerzen vorbei. Jeder der zehn Gestalten im dunklen Anzug hielt einer der Damen im Ballkleid den Arm hin. Es war eine Aufforderung zum Tanzen, die nur zu gern angenommen wurde. Die Orchester-Version eines modernen Popsongs spielte im Hintergrund. Die Frauen, die nicht von den mysteriösen Kreaturen zum Tanz aufgefordert wurden, setzten einen gespielten Schmollmund auf und wandten sich wieder ihren Seelenverwandten am Tisch zu. Schwarze Tischdecken lagen zwischen ihnen, mit Sternen verziert und mit Rotweingläsern bedeckt. Nach dem Eröffnungstanz mit den zehn atemberaubend gutaussehenden Dämonen würden alle Gäste die Fläche betreten und tanzen dürfen. Bis dahin gehörte den wenigen Auserwählten der Moment. Diejenigen, die zum Tanz aufgefordert wurden, würden Monate davon zehren können, vielleicht sogar für immer. Ihre Erinnerungen wären wie ein dunkelsüßer Tagtraum. 

Leseprobe Feuerfunken

Wellen, Sterne, Mond und warmer Sand. Eine Sehnsucht packte sie. Fernweh, nur im umgekehrten Sinne. Fernweh nach Hause, ausgelöst von dieser Paradieslandschaft. Das hier alles war unglaublich schön, fast zu schön, um wahr zu sein, perfekt, vollkommen, aber nur äußerlich.
Das Leben aber war dann im Inneren perfekt, wenn es rau und unvorhersehbar war. Ohne Abenteuer, Aufgaben oder Fragen, die man zu beantworten versuchte, war das Leben doch nur ein zielloses Dasein. 

Bald werde ich mich auf eine noch größere Reise begeben. Warum?
Weil ich mein eigenes Leben nutzen will und immer ein Ziel vor Augen brauche, immer eine Aufgabe und einen Kampf, der mich am Ende weiterbringt. Und weil ich daheim für Joshua weiterhin das unbedeutende, junge Feuerfunkenmitglied bin.
Aber ich kann nicht. Oma Ida. Ich werde sie vielleicht nicht mehr –